Es war eine gigantische Saison Interview mit Jochen Plate

Autor: Anonymous User
Letzte Änderung: 11.10.2006

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Für die Judo-Abteilung der SU Annen hätte die Saison 2006 nicht besser laufen können. Zuerst stiegen die Frauen in die Bundesliga auf, dann zogen am Samstag die schon in der Bundesliga kämpfenden Männer nach acht Jahren wieder ins Halbfinale der Deutschen Mannschafts-Meisterschaft ein.

Einer, der jetzt als Funktionär maßgeblich Verantwortung trägt, war 1998 noch aktiv dabei: Abteilungsleiter Jochen Plate. RN-Mitarbeiter Dietmar Bock sprach nach dem 11:2-Viertelfinalsieg gegen den JC Ettlingen mit ihm. Herr Plate, wie war das damals im Halbfinale?

Plate: - Das ist schon lange her. Zu der Zeit habe ich nur noch ab und an in der Bundesliga-Mannschaft gekämpft. Ich weiß gar nicht, ob ich in der Endrunde eingesetzt worden bin.

Was bedeutet das Weiterkommen für den Verein?

Plate: - Das ist für uns eine weitere Herausforderung, vor allem eine finanzielle. Mit der hatten wir nach dem mäßigen Saisonstart nicht mehr gerechnet. Zwischenzeitlich musste man sich sogar mit dem Thema Abstieg beschäftigen. Doch dann kam in Hamburg die Wende. Wir wurden Zweiter im Norden, haben jetzt Ettlingen geschlagen und wollen uns in drei Wochen auch in Abensberg gut verkaufen.

Was gab den Ausschlag für die Wende zum Besseren?

Plate: - Alle, Mannschaft, Trainer und das Team hinter dem Team haben mehr als 100% gegeben und sich voll reingehängt.

Neben den Männern sorgten auch die Frauen mit dem Erstliga-Aufstieg für Furore. Besser geht es doch nicht, oder?

Plate: - Es war eine gigantische Saison. Eine, die man nicht jedes Jahr haben muss. Denn entweder man gewöhnt sich an dieses Auf und Ab und an die knappen Entscheidungen oder aber man bekommt einen Herzinfarkt.

Kann sich die SUA zwei Erstligisten leisten?

Plate: - Das ist eine sehr große Herausforderung für uns. Wie allen anderen Vereinen geht es auch uns nicht gut. Wir können für die nächste Kampfzeit noch einige Sponsoren gebrauchen. Sponsoren, die sich von einer solch tollen Stimmung wie heute anstecken lassen und uns mit ihrem Engagement helfen.