„Sarah kann auf höchstem Niveau mithalten“

Autor: Ringo Wittig
Letzte Änderung: 26.02.2018

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DÜSSELDORF.   Bei ihrer ersten Grand-Slam-Teilnahme bezwingt Sarah Mäkelburg die Britin Gemma Howell, scheitert dann an einer dreimaligen Weltmeisterin.

„Einen starken Eindruck“ habe sie hinterlassen bei ihrer ersten Grand-Slam-Teilnahme, befand Judo-Landestrainer Martin Drechsler. Schon das Erreichen von Runde zwei war für Sarah Mäkelburg (SU Annen) beim hochkarätig besetzten Turnier im Düsseldorfer ISS-Dome als Erfolg zu werten.

In der 70-Kilo-Klasse der Frauen schickte Bundestrainer Claudiu Pusa gleich vier Kämpferinnen auf die Matte - und die leisteten alle zusammen glänzende Arbeit. Die Ex-Annenerin Szaundra Diedrich holte sich am Samstag sogar die Bronze-Medaille, gewann das „kleine Finale“ gegen die Japanerin Saki Niizoe. Die erst 17-jährige Marlene Galandi (Potsdam), nachgerückt für die verletzte Miriam Butkereit (Glinde), belegte Rang fünf. Beide hatten also einen kleinen Vorteil gegenüber Junioren-Weltmeisterin Giovanna Scoccimarro und Annens Sarah Mäkelburg. Doch vor allem Letztere war zufrieden mit dem Erreichten. „Für meinen ersten Grand Slam war das okay“, sagte die 20-Jährige. Die immerhin ein ganz schweres Los erwischt hatte. Gleich in Runde eins ging es gegen die Weltranglisten-20. aus England, Gemma Howell. Mäkelburg aber legte gleich forsch los, beeindruckte die Britin mit Haltegriffen am Boden. Nach nur 1:47 Minuten führte die zweite resolute Aktion zum vorzeitigen Sieg. Ein breites Grinsen huschte über das Gesicht der Wittener Studentin. „Ich habe gleich gemerkt, dass ich gut ‘reinkomme, wollte den Sack dann früh zumachen“, so Mäkelburg.

In Runde zwei aber war Endstation gegen die Kolumbianerin Yuri Alvear, ihres Zeichens dreifache Weltmeisterin. Zwei Minuten lang war es ein offenes Duell, dann aber punktete die Südamerikanerin, weil die SUA-Kämpferin „einen Moment unachtsam“ war. „Sie hat Alvear gut unter Druck gesetzt, hatte keinen Respekt vor der Gegnerin. Sarah hat gesehen, dass sie auch auf höchstem Niveau mithalten kann“, so NWJV-Coach Martin Drechsler. Ein viel schöneres Kompliment konnte er der Wittenerin kaum machen.